I    ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Vorwort

Slowenien - Kurzübersicht

Grenzformalitäten

Gesundheitsforsorge für ausländische Besucher

II   UNTERKÜNFTE UND VERPFLEGUNG

Hotels

Privatunterkünfte

Campingplätze

Slowenische Speisen

Slowenische Weine

Nostalgiezüge

III  AUSGEWÄHLTE REISEZIELE IN SLOWENIEN

Postojna - Grotte

Škocjan - Höhlen (UNESCO)

Lipica

Triglav Nationalpark

Winter in Slowenien

Therme / Wellness / Naturheilbäder

Alte slowenische Städte

IV TOURISTISCHE ANGEBOTE

Schlösser, Wallfahrtskirchen, Klöster

Museen und Gallerien

Sport und Freizeitaktivitäten

Vorwort

Slowenien – auf den ersten Blick ein scheinbar vertrautes Bild: Kleine Dörfer und Kirchen vor saftig grünen Weiden, Wälder, Hügel und Berge im Hintergrund, Schäfchenwolken, die träge über den blauen Himmel ziehen. Man glaubt dieses Bild aus anderen Alpenländern wie Bayern oder Österreich zu kennen, mit denen Slowenien, das Jahrhunderte lang ein stilles Mitglied der k.u.k. Völkerfamilie war, nicht nur landschaftliche, sondern auch starke historische und kulturelle Verwandtschaft zeigt, die sich in den Bräuchen, der Musik, dem Essen und den Trachten wiederspiegelt. Doch Slowenien als kleine Schwester Österreichs abzutun, wäre falsch. Zu stark sind all die anderen Facetten, die dem Land eine eigenständige, ja einzigartige Prägung geben. Der italienische und ungarische Einfluß im Westen und Osten, mediterranes, alpines und pannonische Ambiente, das das kleine Land an einem Schnittpunkt der Kulturen, Landschaften und Klimazonen auszeichnet und sich auch in den sympathischen Slowenen wiederspiegelt. Einem sanften, ruhigen Volk, weder quirlige Südländer noch in sich gekehrten Nordlichter, sondern ein Volk mit einem ausgeprägten Sinn für das rechte Maß. Ihre Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft gehören zu den schönsten Erlebnissen, die dem Reisenden während eines Slowenienbesuchs zuteil werden können.

Die überaus vielfältige und noch immer sehr ursprüngliche Natur macht aus Slowenien eines der abwechslungsreichsten Länder Europas. Im Norden die kalkweißen, knapp 3000 Meter hohen Gipfel der Julischen Alpen, die Ketten der Karawanken und Steiner Alpen, endloses Tiefland und liebliche Hügellandschaften im Süden und Osten, faszinierende Karstformationen im Landesinneren, Wälder, Seen und Flüsse, und schließlich die heiteren sonnigen Küstenabschnitte an der Adria im Westen. Ein Land, das es lohnt entdeckt zu werden, das weit mehr ist als ein Durchgangsland auf dem Weg nach Istrien oder die dalmatinische Küste. Ein stilles beschauliches Land für alle Jahreszeiten, für Natur- und Kulturfreunde, für Skifahrer, Bergsteiger und Wanderer, aber auch ein Topziel für Städtetouristen, Weinliebhaber und Badegäste.

Sind die Alpen der attraktivste Teil Europas, so ist die Alpenwelt der malerischste Teil Sloweniens. Der Touristen-Slogan “Das Land auf der Sonnenseite der Alpen” ist vom meteorologischen Standpunkt ein gültiges Aushängeschild für Slowenien, da der östlichste Teil der Alpen als erster die Morgensonne erblickt. In einem seiner Gedichte schrieb der größte slowenische Dichter France Prešeren, daß die Schönheit der Provinz Krain in nichts der Vision vom Paradies nachstehe.

Kurzübersicht                                                    ( mehr unten www.sigov.si/zrs )

Größe

20.256 km2

Waldfläche

10.124 km2

Weinanbauflächen

216 km2

Der höchster Berg

Triglav  2864 m

Grenzlänge mit Österreich

330 km

Grenzlänge mit Italien

232 km

Grenzlänge mit Ungarn

102 km

Grenzlänge mit Kroatien

670 km

Küstenlänge

46,6 km

Bevölkerung

2 Millionen

Hauptstadt

Ljubljana

Nationale Zusammensetzung der Bevölkerung

- Slowenen

(87,84% )

- Italiener

(0,16%)

- Ungarn

(0,43% )

- Andere

(11,57%)

 

 

Sprache

slowenisch

Religion

röm.kath. (82%)

Klima

alpin, kontinentale, mediterran

Zeitzone

mitteleuropäische Zeit GMT+1

Durchschnitts-te mperaturen

Juli: 21 °C

 

Januar: 0 °C

Politisches System

Mehrparteiensystem, parlamentarische Demokratie

Wirtschaft

BIP p.c. (2001) 21,1 Mrd. EUR
Importe (2001) 11,3 Mrd. EUR
Exporte (2001) 10,3 Mrd. EUR

Währung

Tolar (SIT), 1 Tolar = 100 Stotin

Grenzformalitäten

Die Grenzformalitäten sind minimal und entsprechen dem europäischen Standard. Für einen Aufenthalt von nicht mehr als 3 Monaten genügt ein gültiger Reisepaß. Bürger aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union und einigen anderen europäischen Staaten benötigen für den Grenzübertritt nur einen gültigen Personalausweis, allerdings darf der Aufenthalt 30 Tage nicht überschreiten. Alle diejenigen, die für einen Besuch Sloweniens ein Visum benötigen, können dieses bei der Slowenischen Botschaft in ihrem Land erhalten.

Gesundheitsfürsorge für ausländische Besucher

Für EU-Bürger gilt Verordnung über soziale Sicherheit EWR - unbedingt Formular E 111 mitnehmen

Der Stand des Gesundheitswesens in Slowenien entspricht dem in Europa üblichen Standard.

Die Öffnungszeit der Apotheken ist von 7.00 bis 20.00 Uhr, wobei es für dringende Fälle auch Nachtdienste gibt.

Jeder ausländische Besucher hat das Recht auf medizinische Nothilfe. Mit einigen Ländern hat Slowenien Abkommen unterzeichnet - für EU-Bürger gilt Verordnung über soziale Sicherheit EWR - die auch Vereinbarungen über die medizinische Nothilfe bzw. Behandlung enthalten, wenn der Betreffende eine entsprechende Urkunde bzw. das Formblatt vorlegt. In diesem Fall ist die Hilfe kostenlos. Informationen darüber vermittelt die Anstalt, bei der Ausländer versichert ist, oder das Ministerium für Arbeit.

Bürger aus Staaten, mit denen keine Vereinbarung unterzeichnet wurde, haben ebenfalls das Recht auf medizinische Nothilfe, allerdings müssen sie die medizinischen Leistungen selber bezahlen, wenn sie kein Geld haben, dann zahlt das Gesundheitsministerium.

Slowenische Speisen

Sloweniens Lage am Schnittpunkt der pannonischen, alpinen und mediterranen Kultur spiegelt sich im kulinarischen Erbe wider, denn viele slowenische Gerichte stammen aus diesen drei großen Kulturen.

Die ältesten slowenischen Gerichte bestehen aus Mehl und Schrot. Am bekanntesten ist das speziell für Feiertage gebackene Brot in Form geflochtener Laibe oder in Form von Zöpfen, die sogenannten štruklji, die von den Slowenen auf 70 verschiedene Arten zubereitet werden: mit süßer Füllung, mit Fleisch und Gemüse. Neben žganci ist potica eine echte slowenische Spezialität, ein Nachtisch für Feiertage, der mit vielfältigsten Füllungen zubereitet wird. Auf dem Land zählt auch heute noch das Schlachten eines Schweins zu den besonderen Ereignissen. Aus Schweinefleisch werden die unterschiedlichsten Produkte hergestellt: Weißwurst (klobasa), Blutwurst, Braten, gefüllte Kutteln, Räucherwürste, Salami, Schinken, Speck und, natürlich, der vorzügliche, in den höchsten Tönen gelobte Karst-Schinken (pršut). Rezepte für die Zubereitung von Geflügel, besonders von Gans, Ente und Kapaun, sind über viele Jahrhunderte aufbewahrt worden.

Es versteht sich von selbst, daß ein Land, das ans Meer grenzt, reich an Fischen und Meeresfrüchten ist, wie man sie oft auf den Speisekarten von Primorska angeboten findet.

In jeder guten gostilna (Gaststätte) werden Sie einige Fischgerichte zur Auswahl haben.

Slowenische Weine                          ( mehr: http://www.slovino.si/ )

In unserem Teil der Erde wurde der Weinbau von den Kelten eingeführt. Die Römer verbesserten die Weine und dehnten den Weinanbau über das ganze Land aus. Unterlagen aus dem Mittelalter sprechen insbesondere von Kloster- und Schloßweingärten und dem Ruhm der darin angebauten Weine, die nach Salzburg und Bayern gebracht wurden.                                                                                         Der nordöstliche Teil Sloweniens ist bekannt für herausragende Weißweine. In dieser Region sind außer den führenden Sorten Welsch- (Laški) und Rhein-Riesling (Renski rizling) auch andere Spitzenweine verbreitet. Die größten Weinkeller findet man in Maribor, Ptuj, Ormož, Ljutomer und Gornja Radgona. Der Weinkeller in Ptuj besitzt das älteste Archiv und beherbergt Weine seit 1917. In Gornja Radgona begann man im Jahr 1852 mit der Herstellung von Schaumweinen. Der bekannteste ist die Zlata Radgonska Penina, die durch die klassische Champagner-Methode entsteht. Südlicher ist die Heimat des leichten, angenehm frischen, gelblich rotbraunen Cvičcek, und hier gedeihen auch mit viel Erfolg Trauben für andere Qualitäts-, Weiß-, Rose- und Rotweine. Die Weinkeller in Brećcice, Krško, Novo mesto und Metlika sind weit bekannt. Im Südwesten Sloweniens wachsen die Weine unter dem Einfluß des mediterranen Klimas. Entlang der Adriaküste und in der Karstregion werden zumeist Rotweine in großer Vielfalt angebaut. Der bekannteste Wein dieser Region ist der Karstwein Teran, aus einer der vielfältigen Refošk-Traubensorten gekeltert. Sie können die Weinkeller in Dobrovo, Vipava, Sežana und Koper besuchen.

Nostalgiezüge                                      ( mehr Info: E-mail: notranji.promet@slo-zeleznice.si )

Die Museumssammlung der Slowenischen Eisenbahnen beinhaltet mehr als 50 Dampflokomotiven, fast 30 Waggons und einen reichen Bestand an andern Zügen verschiedenster Typen aus unserer Vergangenheit. Bisher sind 4 der herausragendsten Lokomotiven und 13 Waggons für den Verkehr wiederhergestellt. Eine organisierte Fahrt mit dem Dampflok-betriebenen slowenischen Eisenbahnmuseumszug auf einer der interessantesten Strecken, der Bohinjer Strecke, die durch eines der schönsten Flußtäler Europas führt, wird so zum unvergeßlichen Erlebnis.

Von Mitte Juni bis Ende September 2003 fährt der Nostalgiezüg jeden Donnerstag ab Jesenice durch Bled und Bohinjska Bistrica bis Most na Soči.

Postojna-Grotte - Ein weltbekanntes Naturwunder

Die Grotte von Postojna ist eine der größten und am leichtesten zugänglichen Höhlen; die Besucher gelangen auf einem elektrischen Zug in das Höhleninnere. Stalaktiten und Stalagmiten, Säulen und lichtdurchlässige Vorhänge vermitteln fortwährend unvergeßliche Sinneseindrücke, und die unterirdischen Höhlengewäser sind Unterschlupf für einen außergewöhnlichen Bewohner, die Amphibie Proteus anguinus oder Grottenolm genannt.

Führungen:

-

von Mai bis September stündlich von 9.00 bis 18.00 Uhr

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im März um 10.00, 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr

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im April um 10.00,12.00,14.00,16.00 und 17.00 Uhr

-

Oktober 10.00,12.00,14.00 und 16.00 Uhr

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samstags und sonntags auch um 11.00,13.00,15.00 und 17.00 Uhr

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im November, Dezember, Januar und Februar 10.00 und 14.00 Uhr

-

samstags, sonntags und feiertags zusätzlich noch um 12.00 und 16.00 Uhr

Für Personen mit besonderen Interessen können Touren durch die Höhlen organisiert werden. Die für das Trekking und die Höhlenerkundung notwendige Ausrüstung kann gemietet werden.

Höhlen von Škocjan, UNESCO-Weltnaturerbe

Die Höhlen von Škocjan, ein UNESCO - Naturdenkmal, liegen inmitten des klassischen Karstgebiets, eine wundervolle Welt von Stalaktiten und Stalagmiten, riesigen unterirdischen Höhlen und tiefen Spalten mit einem wild brüllenden Fluß, der Reka.

Führungen:

-

Juni bis September: 10.00, 11.30, 13.00, 14.00, 15.00, 16.00, 17.00 Uhr

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April, Mai und Oktober: 10.00, 13.00, 15.30 Uhr

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November bis März 10.00; sonntags und feiertags zusätzlich um 15.00 Uhr

Lipica

Knapp an der slowenisch-italienischen Grenze, inmitten einer grünen Oase im typischen Karstland, unter dem blauen Mittelmeerhimmel liegt Lipica, das Stammgestüt der edlen weißen Lipizzaner, heute eines der schönsten kulturgeschichtlichen Denkmäler von Slowenien. Seit der Errichtung in 1580 werden hier Lipizzaner gezüchtet und selektioniert, in den letzten 40 Jahren wird die eigene klassische Reitschule gepflegt, Pferde nehmen an internationalen Wettbewerben teil.Doch hat heute Lipica noch mehr zu bieten - als modernes, traditionell angehauchtes Fremdenverkerszentrum Hotels, Hallenbäder, Sauna, Fitness, Gesellschaftsräume, Casino, Golfplatz, Tennisplätze, unberührte Natur. Und natürlich Lipizzaner - auch für Reitkurse, Ausritte, Kutschfahrten - und Ponys. Zu besichtigen sind die alte Gestütsanlage, Vorführungen der klassischen Reitschule der Lipizzaner mit Musikbegleitung, aber auch die Galerie des Malers Avgust ťternigoj. Ein wirklich vielfältiges Angebot.

Führungen:

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im Januar, Februar, November und Dezember um 11.00, 13.00, 14.00 und 15.00 Uhr

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im Marz um 11.00, 13.00, 14.00, 15.00 (samstags, sonntags und feiertags züsätzlich noch um 10.00 und 16.00 Uhr)

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im April, Mai, Juni, September und Oktober zusätzlich noch um 10.00, 16.00, 17.00 Uhr (samstags, sonntags und feiertags züsätzlich noch um 9.00 Uhr)

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im Juli und August um 9.00, 10.00, 11.00, 13.00, 14.00, 15.00, 16.00, 17.00, 18.00 Uhr

Von Mai bis Oktober kann man am Dienstag, Freitag und sonntag um 15.00, April am Freitag und Sonntags auch um 15.00 Uhr die Vorführungen der klassischen Reitschule besuchen.

Triglav Nationalpark                                                               ( mehr:  www.tnp.si )

Der Triglav Nationalpark mißt 83.807 ha und umfaßt fast den gesamten slowenischen Teil der Julischen Alpen, auch bekannt als Ostjulische Alpen. Unser erster und bisher einziger Nationalpark ist nach dem Berg Triglav (2864 m) benannt, dem Wahrzeichen Sloweniens. Der Triglav Nationalpark liegt nahe dem Dreiländereck Österreich, Italien und Slowenien und beherbergt die für Slowenien charakteristischsten Landschaftsmerkmale. Neben den Alpentälern, Höhenzügen und Gipfeln der Julischen Alpen gibt es andere unverwechselbare Naturschätze in Form von hochgelegenen Bergseen, dem Bohinjer See, Wasserfällen, Schluchten, Tälern und Karst-Erscheinungsformen auf Hochgebirgsniveau. Die bemerkenswert reiche und vielfältige Pflanzen- und Tierwelt mit ihren zahlreichen landschaftstypischen Spezies, verdient besondere Aufmerksamkeit und spiegelt die Kontraste zwischen dem kalten alpinen Norden und dem sanften mediterranen Süden wieder.

Für den Nationalpark gelten verschiedene Schutzmaßnahmen.

Touristenzentren: Bled, Bohinj, Bovec, Kranjska Gora und weitere in der Nähe des Parks gelegene Ortschaften.

Winter in Slowenien

Der Wintersport, besonders das Skifahren, ist in Slowenien sehr weit verbreitet. Die Slowenen fahren seit mehr als drei Jahrhunderten Ski, und der slowenische Polyhistor Janez Vajkard Valvasor schrieb über die Skifahrer der Bloke-Hochebene und deren Einsatz schon im Jahre 1689. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als sich der Skisport ausbreitete, wurden die Slowenen als älteste Skination in Europa bekannt. Im Jahr 1934 wurde die erste slowenische Skischanze in Planica gebaut, wo 1936 der erste Sprung über 100 Meter gelang. Seitdem finden jährlich Welt-Cup-Veranstaltungen in Slowenien statt: der Herren-Torlauf und Riesenslalom in Kranjska Gora, der Frauen-Slalom in Maribor und Skispringen und Skifliegen in Planica.

Die größten und bekanntesten Wintersportzentren sind Kranjska Gora, Krvavec, Bovec-Kanin, Bohinj, Maribor-Pohorje, Rogla und Bled. In einem guten Winter ist es möglich, von Dezember bis März, an manchen Orten sogar bis Anfang Mai, Ski zu laufen.

Alte slowenische Städte

Neben den größeren Städten Ljubljana und Maribor, sind viele kleinere slowenische Städte außerordentlich interessant, da ihre Stadtkerne trotz der Zerstörungen während der Jahrhunderte in großem Maß das mittelalterliche Erscheinungsbild bewahrt haben.

Zu den mittelalterlichen Städten, deren Wurzeln in die römische Periode reichen, gehören neben Ljubljana auch Celje und Ptuj. Das Erscheinungsbild mittelalterlicher Städte in Gorenjska (Radovljica, Kranj, Škofja Loka, Kamnik), in Koroška (Slovenj Gradec) und Dolenjska (Novo mesto, Metlika) unterscheidet sich wesentlich von den mittelalterlichen Städten aus dem Küstengebiet (Piran, Koper, Izola). Viele Siedlungen, die einst größere Städte waren, kommen uns heute vor wie kleine Ortschaften; dazu gehören auch Višnja Gora, Kostanjevica na Krki und Vipavski Križ.

An all diesen Plätzen gibt es bekannte lokale Museen und Galerien, und in den alten Stadtkernen finden verschiedene Veranstaltungen und Festivals statt. Welchen Ort hiervon Sie auch immer aufsuchen, es wird immer eine interessante und lohnende Erfahrung sein.

Schlösser, Wallfahrtskirchen, Klöster, Museen und Gallerien

Burgen und Schlösser

Niemand weiß genau, wieviele Burgen und Schlösser einst in Slowenien gestanden haben, aber es wird geschätzt, daß es einige Tausend waren.

Die Vergangenheit Sloweniens ist eng mit Schlössern verbunden. Schlösser sind stumme Zeugen dieser weit zurückliegenden Zeit, die gewöhnlich als "Feudalismus" bezeichnet wird, obwohl Schlösser seit dem Beginn des 11. Jahrhunderts bis zum Beginn der Spätrenaissance gebaut wurden, einem Zeitpunkt, von dem an sie dann ersetzt wurden durch den Bau bequemerer Herrenhäuser und Villen.

Je nach geschichtlichem Hintergrund werden die Schlösser heute zu unterschiedlichsten Zwecken genutzt. Einige sind Hotels erster Klasse, einige beherbergen bekannte Museen und Galerien, andere dienen als Veranstaltungs- und Ausstellungsorte, und einige werden für all diese und noch weitere Zwecke genutzt.

Im Jahr 1994 wurde der Verband der Burgen und Schlösser Sloweniens gegründet; seine Mitglieder sind die Burgen von Ptuj, Ljubljana, Predjama, Vrbovec, Škofja Loka, Snežnik, Velenje, Bogenšperk, Sevnica, Brežice, Mokrice, Bled und Podsreda sowie die Schlösser von Dobrovo, Otočec, Goričane, Fužine bei Ljubljana, Idrija und Štatenberg.

Wallfahrtskirchen

Manche unserer Wallfahrtskirchen sind regelrechte Kunstgalerien und immer einen Besuch wert. Von zahlreichen Wallfahrten in Slowenien, die im Buche des Autoren Franci Petrič "Seele, komm mit mir!" beschrieben sind, stellen wir Ihnen die drei größten vor: Brezje, Ptujska Gora und Sveta Gora oberhalb Nova Gorica.

Brezje

Das slowenische Marianische National-heiligtum ist Maria Hilf - Marija Pomagaj geweiht. Seit anderthalb Jahrhunderten ist Brezje der bedeutendste slowenische Wallfahrtsort.

Die wichtigste Ereignisse in Brezje sind: am 24. Mai (Maria Hilf), am 15. August (Maria Aufnahme in den Himmel), Engelsonntag (der 1. Sonntag im September), Kranken- und Invaliden-wallfahrt (der letzte Samstag im Juni), der Tag des Gebetes für geistliche Berufe (der zweite Samstag im September), das Gebet für die geistliche und moralische Erneuerung des slowenischen Volkes (am jeden ersten Sonntag im Monat.

1800 buate der Pfarrer von Mošnje Dr. Urban Ažbe an die St. Veit Kriche eine kleine Marienkapelle an. Das Gnadenbild von Maria Hilf wurde vom Maler Leopold Layer aus Kranj gemalt und am 1. September 1907 gekrönt. Brezje wurde der zentrale slowenische Wallfahrtsort nach den ersten Gnadenheilungen im Jahr 1863. Die heutige imposante Kirche wurde im Jahr 1900 geweiht. Das Herz des Wallfahrtsortes war die kleine Marienkapelle. Papst Johannes Paul II. verlieh der Kirche von Brezje den Ehrentitel Basilika im Jahr 1988 und während seine ersten Besuches in Slowenien am 17. Mai 1996 brachte der Papst zuerst der Gottesmutter in Brezje seine Huldigung dar. Die letzte prominente Pilgerin war Laura Bush, die erste Dame von Amerika am 16. Juni 2001.

Ptujska Gora

Pfarrkirche Hl. Mariä

Wichtigste Pilgerversammlungen: Marienfeste

Die Wallfahrtskirche der Muttergottes in Ptujska Gora ist eines der wertvollsten kunsthistorischen Denkmäler. Sie liegt auf einem 352 m hohen Hügel, der einen herrlichen Ausblick bietet. Die Kirche wurde Ende des 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts gebaut und ist das schönste Exemplar der gotischen Architektur in Slowenien. Die Jesuiten haben die Kirche mit barocken Einrichtungsgegenständen ausgestattet; damals wurde höchstwahrscheinlich auch das gotische Relief in den Hochaltar versetzt, wo es noch heute steht.

Sveta Gora

Basilika Mariä Himmelfahrt

Wichtigste Pilgerversammlungen: Marienfeste, Krönungssonntag (3. Sonntag nach Pfingsten)

Von allen "heiligen Bergen" (was Sveta Gora eigentlich bedeutet) in Slowenien ist diese, auf dem 681 m hohem Berg Skalnica oberhalb Solkan gelegene Basilika, die hervorstehendste; von hier oben sieht man die Adria, die Friauler Ebene und die Julischen Alpen mit dem Triglav.

Die erste Wallfahrtskirche wurde 1544 eingeweiht; damals hat man auch das Marienbild, ein Werk des venezianischen Malers Jakob Palma der ältere, in den Hochaltar eingesetzt. Die Kirche wurde 1915 zerstört und 1928 wieder aufgebaut.

Die Klöster

Kloster Stičcna (Sittich)

Das Kloster wurde zwischen den Jahren 1132-56 erbaut und ist das älteste derartige Kloster in Slowenien. Das Kloster ist ein ca. 250x300 Meter großer Wehrkomplex, in dem die "weißen Mönche", die Zisterzienser, leben. Hinter der Mauer befindet sich die dreischiffige Kirche der Schmerzensjungfrau, der gotische Kreuzgang und andere Gebäude in denen die Mönche wohnen, essen (das Refektorium) und andere typische Klosterräume. Im Kloster ist das slowenische Religionsmuseum eingerichtet; im Erdgeschoß gibt es einen Laden, in dem Klostererzeugnisse angeboten werden, unter anderem auch die Tees des berühmten Kräutersammlers Pater Simon Ašič.

Besuche sind jeden Tag von 8 bis 11 und 14 bis 17 Uhr möglich, am Sontag von 14 bis 17 Uhr. Für Gruppen ist Voranmeldung pflicht. Der Eintritt kostet 2,5 EUR.

Kartause Pleterje

Mit dem Bau des Klosters wurde Anfang des 15. Jahrhunderts begonnen. Vom ersten Gebäude blieb nur die Dreifaltigkeitskirche als einziges noch erhaltenes Beispiel der Kartausengotik in Slowenien erhalten. Im Kloster befindet sich eine reiche Bibliothek und eine Bilder- und Skulpturensammlung. Im Osttrakt, der dem Publikum zugänglich ist, befindet sich eine Sammlung des Dolenjski Museums. In der Kirche sind nur Gruppenbesuche möglich. Eine Multimediashow stellt den Besuchern die Kartause und das Leben der Mönche vor. Hier verkaufen die Mönche auch den berühmten Brantwein aus Pleterje.

Besuche sind jeden Tag von 8 bis 17 Uhr möglich, für Gruppen ist eine Voranmeldung erwünscht. Eintritt 2 EURO.

Museen und Galerien

Neben den nachstehend genannten Adressen gibt es noch viele weitere Museen und Galerien, die Ihre Aufmerksamkeit verdienen. Hierzu erhalten Sie Auskünfte bei den Informationsbüros für Touristen in den Städten und Ortschaften, die Sie besuchen oder im www.burger.si/SLOMuseums_eng.htm

Sport

Slowenien-Besucher können sich einer bunten Palette von Sportmöglichkeiten erfreuen. Unter den sportlichen Aktivitäten rangieren in der Beliebtheitsskala ganz oben das Tennisspiel, Radfahren, Segeln, Windsurfen, Jagen, Fischen, das Golfspiel, Reiten, Skifahren, Rafting, Kanufahren, Kajakfahren und Wandern.